Warum ausgerechnet nach Bad Zwischenahn?....

 

werde ich so manches Mal gefragt, wenn ich wieder meine Segelklamotten einpacke und dazu noch Bettwäsche, um wieder für eine Woche zum Segeln zu fahren. Schließlich haben wir eine Jolle am Plöner See und ein Freund von uns segelt auf der Kieler Förde.
 

Ja, ich muß jedes Jahr mindestens eine Woche ans Zwischenahner Meer in die Jugendherberge Bad Zwischenahn. Dort habe ich 1988 einen Grundkurs gemacht, um überhaupt erstmal segeln zu lernen. Wir waren 18 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 16 und 48 Jahren. Im Grundkurs bekamen wir gerade soviel Theorie mit, wie wir brauchten, um an- und ablegen, wenden und halsen zu lernen, natürlich die Vorfahrtsregeln und "Boje über Bord - Manöver" wurde auch geübt; obwohl wir im Notfall von unsren Segellehrern, den Teamern mit dem Motorboot aufgefischt worden wären, die uns doch immer irgendwie im Blickfeld hatten. Die Teamer waren mit uns zusammen in der Jugendherberge untergebracht. Abends trafen wir uns dann alle am Lagerfeuer, wenn es regnete im Bootsschuppen bei Petroleumlicht, um zu klönen oder uns schon mal im Seemannsgarn spinnen zu üben. Oder wir gingen in den Ort zum Eisessen oder...

Wir hatten jedenfalls soviel Spaß zusammen, daß für mich feststand...
 

.....im nächsten Jahr mache ich den Sportbootführerschein (SBF). Also Abschied nehmen von Mann und Kindern und wieder los nach Bad Zw’ahn. In den zwei Wochen wurde morgens die Theorie unterrichtet, die nun wesentlich umfangreicher war. Aber auch wenn Schule für mich schon zur Vergangenheit gehörte, war der Stoff mit etwas Üben zu packen. Nachmittags und auch noch nach dem Abendbrot wurde dann gesegelt. In der ersten Woche übernahmen die Teamer die Bootseinteilung, sodaß wir nicht nur jeden der drei Bootstypen kennenlernten, sondern auch die anderen TeilnehmerInnen. In der zweiten Woche durften wir dann hauptsächlich in "unserem" Bootstyp segeln und mit dem Wunschpartner für die Prüfung. Auch in diesem Kurs kamen die gemeinsamen Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Doch je näher die Prüfung rückte, desto öfter zog sich der Eine oder Andere zurück, um zu lernen oder sich auch nur mal von der Gruppe abzusetzen. Als die Prüfung dann endlich bestanden war, gab es noch eine Juxregatta und ein Abschiedsfest am Lagerfeuer, das sich doch ganz schön in die Länge zog.

 
Wieder ein Jahr später: Nun ist die Segelfreizeit dran. Die Familie gewöhnt sich allmählich daran, daß Mutter immer aufgeregter wird, je näher Bad Zw’ahn kommt. In der Freizeit treffe ich meine Segelpartnerin aus dem SBF-Kurs wieder, die im Laufe der Jahre eine liebe Freundin geworden ist - und nicht nur sie. Einige kennen sich nun schon länger, aber jedes Jahr kommen neue TeilnehmerInnen dazu, die auch ohne Probleme von der Gruppe aufgenommen werden. So unterschiedlich unsere Berufe auch sind und so groß manchmal der Altersunterschied ist, es ist immer wieder aufregend, neue Leute kennenzulernen und zusammen eine Woche Spaß zu haben. Mal segeln wir ganz gemütlich im Zugvogel nach Dreibergen zum Pflaumenkuchenessen, oder wir versuchen uns im Trapezsegeln im Laser, oder nehmen uns auch mal eine "Auszeit", um das Meer zu Fuß zu umrunden oder zum Teetrinken zu gehen.

 
Gerade weil ich mit sovielen netten Leuten zusammen mein Hobby ausüben kann und dabei noch Urlaub mache, kann ich auch mal eine Woche mein Zimmer mit mehreren Frauen teilen. Durch Zwischenahn haben sich auch schon andere Segelgelegenheiten ergeben und es sind Kontakte entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

 
....und deshalb muß ich jedes Jahr wieder nach Bad Zwischenahn!

 

Annkatrin

 



 
Zurück zur Übersicht